Finanzinstitute: Migration in Eigenverantwortung

Finanzinstitute: Migration in Eigenverantwortung

Finanzinstitute sind grundsätzlich selbst für die Umstellung ihrer Systeme auf die QR-Rechnung verantwortlich. Auch in der Information und der Zusammenarbeit mit Bankkunden und Softwarepartnern sind sie autonom.

Unterstützen Sie als Finanzinstitut Ihre Kundinnen und Kunden bei der Umstellung. Es ist wichtig, dass Sie

  • Ihre Kundenberaterinnen und Kundenberater frühzeitig für das Thema sensibilisieren und in Ihre Migrations-Agenda einbinden,
  • intern die verantwortlichen Stellen darauf aufmerksam machen, dass die Migration auch aus regulatorischer Sicht zwingend ist. Nur mit einer konformen Umstellung können Sie die Vorschriften einhalten, die sich mit dem GwG und anderen Regulatorien ergeben,
  • Ihre Firmenkunden auf die Vorteile, die zeitliche Abfolge, die Notwendigkeit und die konkreten Schritte zur Umstellung aufmerksam machen,
  • Ihren Firmenkunden aufzeigen, wie sie bei der Umstellung konkret vorzugehen haben. Weisen Sie sie insbesondere darauf hin, dass Firmenkunden ihre IT-Abteilung oder ihren Softwarepartner beiziehen sollen,
  • Ihre Firmenkunden informieren, dass neben Fragen zur Software (z.B. zu Updates von Programmen und Schnittstellen) auch solche zur Hardware (z.B. zu Lesegeräten für den neuen Zahlteil oder zu benötigten Druckern) auftauchen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die heutigen Einzahlungsscheine werden durch die QR-Rechnung abgelöst. Deshalb müssen Sie als Finanzinstitut in der Lage sein, QR-Rechnungen Ihrer Kunden mit pain-Meldungen abzuwickeln.
  • Regen Sie Ihre Firmenkunden an, als Rechnungssteller auf die neue QR-Rechnung und die camt-Meldungen für Zahlungsgutschriften umzustellen.
  • Weisen Sie Ihre Kunden darauf hin, dass beim Kauf eines neuen Lesegerätes für die neue QR-Rechnung auf die Unterstützung des Swiss QR Codes geachtet werden muss.

Aktuelle Frage

Kann der Zahler bestimmte Inhalte der QR-Rechnung in der Zahlungsmaske ändern, bevor er die Zahlung im E-Banking, Mobile Banking oder mit einer Zahlungssoftware auslöst?

Vor der Zahlungsauslösung im E-Banking, im Mobile Banking oder mit einer Zahlungssoftware kann der Zahler bestimmte Inhalte in der Zahlungsmaske verändern. Dies betrifft neben dem Betrag bei der QR-Rechnung unter anderem auch die Elemente «Zusätzliche Informationen» oder «Unstrukturierte Mitteilung» und die Adresse des Zahlungspflichtigen. Bei den Adressen – z.B. des Zahlungspflichtigen bzw. des endgültigen Zahlungspflichtigen (Ultimate Debtor) – können zudem alle im Schweizer Zahlungsverkehr zugelassenen Elemente im Zahlungsauftrag verwendet bzw. ergänzt werden. Dies kann dazu führen, dass die Adressdaten in der Gutschriftsanzeige nicht mit denen der versendeten QR-Rechnung übereinstimmen. Für die Verarbeitung des Zahlungsauftrags werden die Angaben zum Zahlungspflichtigen (Kontoinhaber) aus den Stammdaten seiner Bank übernommen. Diese Angaben können ebenfalls alle zugelassenen Elemente der strukturierten Adresse enthalten.
(Quelle: Style Guide, S. 10)

Alle Downloads

Merkblatt

Checkliste QR-Rechnung

Mustervorlage zur Information grosser Rechnungssteller und Rechnungsempfänger

Einführungsdrehbuch für Finanzinstitute

Checklisten, Testfälle und Muster zur Unterstützung der erfolgreichen Einführung der QR-Rechnung

Leitfaden für Beratungsgespräche

Hilfsmittel für Kundenberaterinnen und Kundenberater von Banken.

Präsentation

Standardpräsentation für Bankkundenberater

Bankkundenberater nutzen dieses Hilfsmittel bei Kundengesprächen oder als Ergänzung bankeigener Präsentationen.

Guideline

Style Guide QR-Rechnung

Gestaltungsvorgaben und -empfehlungen für den Zahlteil mit Swiss QR Code und für den Empfangsschein, inkl. Beispielen.

Verarbeitungsregeln QR-Rechnung

Beschreibung der bankfachlichen Regeln und dazugehörigen Prozesse für das Erstellen einer QR-Rechnung und das Verarbeiten eines Zahlteils mit Swiss QR Code und einem Empfangsschein, inkl. zugehöriger Businessprozesse.