Überweisungen

Die bestehenden Überweisungsverfahren der Banken (DTA) und von PostFinance (EZAG/EGA/ESR) werden mit dem ISO-20022-Standard harmonisiert. Die Zahlungsaufträge an der Kunde-Bank-Schnittstelle erfolgen neu mit der pain.001-Meldung (Customer Credit Transfer Initiation) und die Statusmeldungen mit pain.002 (Customer Payment Status Report). Als primäres Identifikationsmerkmal für eine Bankkontoverbindung wird – ab 2020 – ausschliesslich die IBAN verwendet.

Diese Änderungen sorgen für eine effizientere Transaktionsabwicklung dank des einheitlichen, bankenunabhängigen Standards sowohl schweizweit als auch grenzüberschreitend. Durch die neue End-to-End-Referenz wird jede Zahlung eindeutig gekennzeichnet. Dies ermöglicht unter anderem die automatische Zuordnung von Rückzahlungen. Die ausschliessliche Verwendung der Kontonummer im IBAN-Format minimiert Fehler und erhöht die Straight-Through-Processing-Rate (STP-Rate).

Veränderungen

  • Die proprietären Standards bzw. Verfahren (EZAG, ESR, EGA, SIC und DTA) werden sowohl im Interbank- als auch im Kunde-Bank-Zahlungsverkehr abgelöst.
  • Überweisungen im Kunde-Bank-Datenaustausch erfolgen im ISO-20022-Standard: Zahlungsauftrag und Statusmeldung mit pain-Meldungen; Kontoauszüge (Tagesende und Intraday) bzw. Belastungs- und Gutschriftsanzeigen mit camt-Meldungen.
  • Für Bank- und Postkontonummern wird ausschliesslich die IBAN verwendet.

Übergangsphase

  • Die genaue Dauer des Parallelbetriebs im Kunde-Bank-Datenaustausch kann jedes Finanzinstitut nach seinen bzw. nach den Bedürfnissen seiner Kunden definieren. Grundsätzlich ist die parallele Nutzung der gängigen Standards und Formate (z.B. DTA, EZAG) sowie des neuen ISO-20022-Meldungsstandards zwischen 2015 und 2018 möglich.
  • SWIFT MT-Meldungen sind nicht betroffen und werden weiterhin unterstützt.