Finanzinstitute: Migration in Eigenverantwortung

Finanzinstitute: Migration in Eigenverantwortung

Finanzinstitute sind grundsätzlich selbst für die Umstellung auf ISO 20022 verantwortlich. Auch in der Information und der Zusammenarbeit mit Bankkunden und Softwarepartnern sind sie autonom.

Die Migration und Harmonisierung des Zahlungsverkehrs auf ISO 20022 hat auf sämtliche Bankkunden Auswirkungen. Insbesondere Firmenkunden, die individuelle oder individuell angepasste Zahlungsverkehrssoftware einsetzen, sind mit Auswirkungen konfrontiert.

Unterstützen Sie als Finanzinstitut Ihre Kundinnen und Kunden bei der Umstellung. Es ist wichtig, dass Sie

  • Ihre Kundenberaterinnen und Kundenberater frühzeitig für das Thema sensibilisieren und in Ihre Migrations-Agenda einbinden,
  • intern die verantwortlichen Stellen darauf aufmerksam machen, dass die Migration auch aus regulatorischer Sicht zwingend ist. Nur mit einer konformen Umstellung können Sie die Vorschriften einhalten, die sich mit dem GwG und anderen Regulatorien ergeben,
  • Ihre Firmenkunden auf die Vorteile, die zeitliche Abfolge, die Notwendigkeit und die konkreten Schritte zur Umstellung aufmerksam machen,
  • Ihren Firmenkunden aufzeigen, wie sie bei der Umstellung konkret vorzugehen haben. Weisen Sie sie insbesondere darauf hin, dass Firmenkunden ihre IT-Abteilung oder ihren Softwarepartner beiziehen sollen,
  • Ihre Firmenkunden informieren, dass neben Fragen zur Software (z.B. zu Updates von Programmen und Schnittstellen) auch solche zur Hardware (z.B. zu Lesegeräten für den neuen Einzahlungsschein oder zu benötigten Druckern) auftauchen können.

Das Wichtigste in Kürze

Regulatorische Vorgaben (z.B. GwG)

Banken, Softwarepartner und Firmenkunden müssen sich bewusst sein, dass an der Migration auf ISO 20022 auch aus regulatorischer Sicht kein Weg vorbeiführt.

  • Firmenkunden können Zahlungen spätestens ab Mitte 2018 nur noch mit der pain.001-Meldung statt im heutigen DTA- (bei Banken) bzw. EZAG-Format (bei PostFinance) einliefern. Zugleich müssen sie in der Lage sein, pain.002-Meldungen zu empfangen, mit denen die Banken ihre Kunden über den Status der übermittelten Überweisungsaufträge informieren.
  • Es kann vorkommen, dass Ihre Firmenkunden die IBAN in ihrer Buchhaltungssoftware noch nicht hinterlegt haben. Informieren Sie sie, dass sie ab 2020 auch für ihre inländischen Zahlungen IBAN verwenden müssen.
  • Während einer Übergangsfrist zwischen 2016 und Mitte 2018 ist eine parallele Nutzung des heutigen DTA- bzw. EZAG-Formats und der neuen pain.001-Meldung für Zahlungsaufträge möglich. Die Dauer des Parallelbetriebs müssen Sie als Finanzinstitut mit Ihren Kunden abstimmen.
  • Überweisungen

    • Firmenkunden können Zahlungen spätestens ab Mitte 2018 nur noch mit der pain.001-Meldung statt mit dem heutigen DTA (bei Banken) bzw. EZAG (bei PostFinance) einliefern. Zugleich müssen sie in der Lage sein, pain.002-Meldungen zu empfangen, mit denen die Banken ihre Kunden über den Status der übermittelten Überweisungsaufträge informieren.
    • Es kann vorkommen, dass Ihre Firmenkunden die IBAN in ihrer Buchhaltungssoftware noch nicht hinterlegt haben. Informieren Sie sie, dass sie ab 2020 auch für ihre inländischen Zahlungen IBAN verwenden müssen.
    • Während einer Übergangsfrist zwischen 2016 und Mitte 2018 ist eine parallele Nutzung des heutigen DTA bzw. EZAG und der neuen pain.001-Meldung für Zahlungsaufträge möglich. Die Dauer des Parallelbetriebs müssen Sie als Finanzinstitut mit Ihren Kunden abstimmen.
  • Firmenkunden können Zahlungen spätestens ab Mitte 2018 nur noch mit der pain.001-Meldung statt im heutigen DTA- (bei Banken) bzw. EZAG-Format (bei PostFinance) einliefern. Zugleich müssen sie in der Lage sein, pain.002-Meldungen zu empfangen, mit denen die Banken ihre Kunden über den Status der übermittelten Überweisungsaufträge informieren.
  • Es kann vorkommen, dass Ihre Firmenkunden die IBAN in ihrer Buchhaltungssoftware noch nicht hinterlegt haben. Informieren Sie sie, dass sie ab 2020 auch für ihre inländischen Zahlungen IBAN verwenden müssen.
  • Während einer Übergangsfrist zwischen 2016 und Mitte 2018 ist eine parallele Nutzung des heutigen DTA- bzw. EZAG-Formats und der neuen pain.001-Meldung für Zahlungsaufträge möglich. Die Dauer des Parallelbetriebs müssen Sie als Finanzinstitut mit Ihren Kunden abstimmen.
  • Cash Management (Avisierungen/Reporting)

    • Empfehlen Sie Ihren Kunden bei der Umstellung auf pain-Meldungen auch die Avisierungen auf camt-Meldungen umzustellen, damit die Durchgängigkeit der Daten gewährleistet wird.
    • Als Finanzinstitut müssen Sie sicherstellen – zusammen mit Ihren internen wie externen Softwarepartnern – dass Sie Ihren Firmenkunden Kontoauszüge am Tagesende mit der camt.053-Meldung anbieten können. Falls Sie auch Intraday-Kontoauszüge bzw. Belastungs- und Gutschriftsanzeigen zur Verfügung stellen, müssen Sie diese ebenfalls auf ISO 20022 umstellen (camt.052 bzw. camt.054).
  • Firmenkunden können Zahlungen spätestens ab Mitte 2018 nur noch mit der pain.001-Meldung statt im heutigen DTA- (bei Banken) bzw. EZAG-Format (bei PostFinance) einliefern. Zugleich müssen sie in der Lage sein, pain.002-Meldungen zu empfangen, mit denen die Banken ihre Kunden über den Status der übermittelten Überweisungsaufträge informieren.
  • Es kann vorkommen, dass Ihre Firmenkunden die IBAN in ihrer Buchhaltungssoftware noch nicht hinterlegt haben. Informieren Sie sie, dass sie ab 2020 auch für ihre inländischen Zahlungen IBAN verwenden müssen.
  • Während einer Übergangsfrist zwischen 2016 und Mitte 2018 ist eine parallele Nutzung des heutigen DTA- bzw. EZAG-Formats und der neuen pain.001-Meldung für Zahlungsaufträge möglich. Die Dauer des Parallelbetriebs müssen Sie als Finanzinstitut mit Ihren Kunden abstimmen.
  • Lastschriften

    • Weisen Sie Ihre Firmenkunden darauf hin, dass die Umstellung für alle beteiligten Parteien so einfach wie möglich erfolgen soll. Der Aufwand bei Zahlungsempfängern soll möglichst gering und bei Zahlern ganz vermieden werden.
    • Die Lastschriftverfahren sollen bis Mitte 2018 mit der E-Rechnung kombiniert werden. PostFinance hat vor, dieselben Standards wie die Banken für die E-Rechnung und die Lastschrift zu verwenden.
    • Die geplanten Änderungen am Verfahren (inkl. den Fristen) betreffen den Kunden nicht. Bereits erteilte Belastungsermächtigungen sollen gültig bleiben.
    • Die Einlieferung von Lastschriftaufträgen durch Ihre Firmenkunden soll neu über das E-Rechnungssystem erfolgen. Sie als Finanzinstitut können Ihren Kunden aber auch ermöglichen, die Aufträge über eigene Kanäle einzuliefern, um diese selbst an das E-Rechnungssystem weiterzuleiten. Ihr Firmenkunde erhält die Belastungsermächtigung ihrer Kunden elektronisch aus dem E-Rechnungssystem.
  • Firmenkunden können Zahlungen spätestens ab Mitte 2018 nur noch mit der pain.001-Meldung statt im heutigen DTA- (bei Banken) bzw. EZAG-Format (bei PostFinance) einliefern. Zugleich müssen sie in der Lage sein, pain.002-Meldungen zu empfangen, mit denen die Banken ihre Kunden über den Status der übermittelten Überweisungsaufträge informieren.
  • Es kann vorkommen, dass Ihre Firmenkunden die IBAN in ihrer Buchhaltungssoftware noch nicht hinterlegt haben. Informieren Sie sie, dass sie ab 2020 auch für ihre inländischen Zahlungen IBAN verwenden müssen.
  • Während einer Übergangsfrist zwischen 2016 und Mitte 2018 ist eine parallele Nutzung des heutigen DTA- bzw. EZAG-Formats und der neuen pain.001-Meldung für Zahlungsaufträge möglich. Die Dauer des Parallelbetriebs müssen Sie als Finanzinstitut mit Ihren Kunden abstimmen.
  • Einzahlungsschein mit Datencode

    • Die heutigen Einzahlungsscheine werden durch den einheitlichen Einzahlungsschein mit Datencode abgelöst. Deshalb sollten Sie als Finanzinstitut in der Lage sein, Rechnungen Ihrer Kunden nach der neuen Verarbeitungsmethode mit pain-Meldungen abzuwickeln.
    • Regen Sie Ihre Firmenkunden an, als Zahlungsempfänger auf den neuen Einzahlungsschein mit Datencode und die camt-Meldungen für Zahlungsgutschriften (camt.054) umzustellen.
    • Die genaue Dauer des Parallelbetriebs können Sie als Finanzinstitut individuell festlegen.
    • Weisen Sie Ihre Kunden darauf hin, dass beim Kauf eines neuen Lesegerätes für den neuen Einzahlungsschein auf die QR-Code-Unterstützung geachtet werden muss.
  • Firmenkunden können Zahlungen spätestens ab Mitte 2018 nur noch mit der pain.001-Meldung statt im heutigen DTA- (bei Banken) bzw. EZAG-Format (bei PostFinance) einliefern. Zugleich müssen sie in der Lage sein, pain.002-Meldungen zu empfangen, mit denen die Banken ihre Kunden über den Status der übermittelten Überweisungsaufträge informieren.
  • Es kann vorkommen, dass Ihre Firmenkunden die IBAN in ihrer Buchhaltungssoftware noch nicht hinterlegt haben. Informieren Sie sie, dass sie ab 2020 auch für ihre inländischen Zahlungen IBAN verwenden müssen.
  • Während einer Übergangsfrist zwischen 2016 und Mitte 2018 ist eine parallele Nutzung des heutigen DTA- bzw. EZAG-Formats und der neuen pain.001-Meldung für Zahlungsaufträge möglich. Die Dauer des Parallelbetriebs müssen Sie als Finanzinstitut mit Ihren Kunden abstimmen.

  • Vorlagen (Links auf das passwortgeschützte Extranet von SIX Interbank Clearing)